Irgendwann kommt jeder wieder

Der Zauber des Bösehofs

Nicht ohne Grund sind schon so viele meiner Kollegen seit Jahren, ja teils Jahrzehnten, in den urigen vier Wänden des Bösehofs mit Herz und Seele bei der Arbeit. Auch für sie ist der Job in der Gastronomie mehr als nur ein Beruf. Es ist eine Berufung.

Ich selbst durfte in diesem Haus lernen und die Ausbildung zur Hotelfachfrau absolvieren. Die Lehrjahre waren geprägt von Disziplin, Tradition und einem hohen Anspruch an Qualität. Jederzeit wurden Herzblut und voller Einsatz erwartet. Und trotz dieser Strenge stand immer der Mensch im Mittelpunkt. Die Lehrzeit war liebevoll, familiär und von echtem Interesse an persönlicher Entwicklung geprägt. Fehler wurden niemals verurteilt, sondern als Möglichkeit gesehen, besser zu werden und zu wachsen. Das Vertrauen, das jedem Einzelnen geschenkt wurde, gab Sicherheit. Zusätzlich zu viel Erfahrung und umfangreichem Fachwissen, das mit Leidenschaft weitergegeben wurde, waren es besonders Werte wie Teamgeist, Gastfreundschaft und Professionalität, die mir das Gefühl von Zuhause gaben.

Als ich vor vier Jahren das Haus verließ, waren die letzten Worte, die mir mit auf den Weg gegeben wurden, dass jeder, der einmal im Bösehof war, irgendwann wiederkommt. Und sie sollten recht behalten.

Denn nicht nur mich hat es zu dieser ganz besonderen „Familie“ zurückgebracht.

Doch was genau macht es aus, Teil dieses Teams sein zu dürfen, das einen immer wieder zurückkommen lässt? Ich habe mir gedacht, ich gebe die Frage einfach mal weiter.

Katrin – von der Minijobberin zum Familienmitglied

„Das Team! Das Haus, die Gäste und die Arbeit. All das macht die Arbeit zu etwas ganz Besonderem.“

Achim – seit fast 25 Jahren in unserem Restaurant

„Definitiv die verrückten Mitarbeiter. Auch wenn man manchmal einfach weglaufen möchte, ist das keine Option. Ich konnte mich hier immer weiterentwickeln und kein Tag ist wie der andere. Es ist stets eine Überraschung.“

Andy – alle guten Dinge sind drei

„Es ist die Arbeit mit den Menschen, mit ihnen zu kommunizieren und sich ab und an auch mal ein bisschen lustig über komische Situationen zu machen. Zu wissen, den Gästen einen perfekten Tag oder Abend beschert zu haben, das ist es, was mich glücklich macht.
Warum ich wieder erschienen bin? Der Bösehof ist meine Heimat. Dort bin ich zu dem geworden, was ich bin und das ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl.“

Freddy – Koch seit Tag eins

„Definitiv das Arbeitsklima und die tolle, moderne Küche. Hier fühlt man sich eben wohl.“

Rico – Kochazubi mit Mütze

„Mich hat mein Praktikum in der Küche überzeugt, Teil des Teams werden zu wollen. Die Kollegen waren top und ich bekomme eine fundierte Ausbildung. Mir macht das Kochen, auch zu Hause, einfach viel Spaß.“

Carina – Marketing und alles andere irgendwie auch ein bisschen

„Als ich hier angefangen habe, dachte ich: ‚Oh Gott, die sind alle so fest miteinander, wie soll ich da bloß reinkommen?‘ Und auf einmal wird man einfach reingesogen in diesen Strudel. Das ist nicht selbstverständlich und jemand, der das nicht erlebt hat, kann kaum verstehen, wie außergewöhnlich das ist. So viele ‚alte Hasen‘ hier zu haben, ist schon sehr besonders.“

Sabine – Hausdame aus Leidenschaft

„Arbeit ist wie ein Banküberfall – ohne gute Komplizen geht’s nicht. Und wir haben hier spitzen Komplizen. Das gemeinsame Arbeiten macht einfach Spaß.“

Janne – unsere Tortenfee

„Ich habe freie Hand, kann mich komplett ausleben und Desserts, Torten und Kuchen kreieren, so wie ich es denke und auch super gerne mache. Der Kreativität freien Lauf lassen zu können, ist nicht selbstverständlich. Das schätze ich sehr.“

Sybille – Herzstück der Rezeption

„Hier sind einfach geile Leute … oder es ist einfach nie langweilig!“

Aber am allerschönsten ist es, am Ende des Tages zu wissen, vielen Gästen einen unvergesslichen Moment bereitet zu haben.
Gemeinsam – als Familie

Herzlichst,
Wiete Surmann